Gesundheitsfragen Risikovoranfrage

Gesundheitsfragen Risikovoranfrage

Gesundheitsfragen & Risikoprüfung

Die PKV ist eine Gesundheitsprüfung. Die Fragen sind umfassend und müssen zwingend korrekt beantwortet werden, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.
  • Gesundheitshistorie: Arztbesuche, Behandlungen, Beschwerden und Medikamenteneinnahme der letzten 3-10 Jahre (ambulant: 3-5 Jahre, stationär: oft 10 Jahre) werden abgefragt.

  • Vorerkrankungen: Allergien, HWS/LWS-Beschwerden, Bandscheibenvorfälle oder psychische Erkrankungen können zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.

  • Anonyme Risikovoranfrage: Nutzen Sie zwingend die anonyme Risikovoranfrage über einen Makler, um Konditionen zu prüfen, ohne eine Ablehnung zu riskieren, die Sie bei allen anderen Versicherern als "Negativmerkmal" vermerken müssten.

Wichtige Aspekte der Gesundheitsfragen und Risikoprüfung:
  • Umfang der Fragen: Abgefragt werden chronische Erkrankungen, Allergien, Zahngesundheit, psychische Erkrankungen, Operationen sowie aktuelle oder angeratene Behandlungen.

  • Abfragezeiträume: Typischerweise werden ambulante Behandlungen der letzten 3 Jahre, stationäre der letzten 5 Jahre und psychotherapeutische Behandlungen bis zu 10 Jahre zurück abgefragt.

  • Wahrheitspflicht: Alle Fragen müssen absolut wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden, um eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung zu vermeiden.

  • Risikoprüfung & Folgen: Bei erhöhtem Risiko kann der Versicherer Risikozuschläge erheben, bestimmte Leistungen ausschließen oder den Antrag ablehnen.

  • Anonyme Voranfrage: Es ist ratsam, eine anonyme Risikovoranfrage über einen Makler zu stellen, um Ablehnungen zu vermeiden und Konditionen zu vergleichen.

  • Konsequenzen falscher Angaben: Bei Verletzung der Anzeigepflicht kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten, ihn anfechten oder kündigen, was zur Rückforderung von Leistungen führen kann.
Es ist nicht möglich, eine vollumfängliche PKV ohne Gesundheitsprüfung abzuschließen. Eine gründliche Vorbereitung, ggf. unter Anforderung der eigenen Krankenakte bei der Krankenkasse, ist essenziell.